Eine wun­der­bare Heit­erkeit hat meine ganze Seele ein­genom­men, gle­ich den süßen Früh­lingsmor­gen, die ich mit ganzem Herzen genieße. Ich bin allein und freue mich meines Lebens in dieser Gegend, die für solche See­len geschaf­fen ist wie die meine. Ich bin so glück­lich, mein Bester, so ganz in dem Gefüh­le von ruhigem Dasein ver­sunken, daß meine Kun­st darunter lei­det. Ich kön­nte jet­zt nicht zeich­nen, nicht einen Strich, und bin nie ein größer­er Maler gewe­sen als in diesen Augen­blick­en.

Wenn das liebe Tal um mich dampft, und die hohe Sonne an der Ober­fläche der undurch­dringlichen Fin­ster­n­is meines Waldes ruht, und nur einzelne Strahlen sich in das innere Heilig­tum stehlen, ich dann im hohen Grase am fal­l­en­den Bache liege, und näher an der Erde tausend man­nig­faltige Gräschen mir merk­würdig wer­den; wenn ich das Wim­meln der kleinen Welt zwis­chen Hal­men, die unzäh­li­gen, uner­gründlichen Gestal­ten der Würm­chen, der Mückchen näher an meinem Herzen füh­le, und füh­le die Gegen­wart des Allmächti­gen, der uns nach seinem Bilde schuf, das Wehen des Allieben­den, der uns in ewiger Wonne schwebend trägt und erhält; mein Fre­und! Wenn’s dann um meine Augen däm­mert, und die Welt um mich her und der Him­mel ganz in mein­er Seele ruhn wie die Gestalt ein­er

Weit hin­ten, hin­ter den Wort­ber­gen, fern der Län­der Vokalien und Kon­so­nantien leben die Blind­texte. Abgeschieden wohnen sie in Buch­stab­hausen an der Küste des Seman­tik, eines großen Spra­chozeans. Ein kleines Bäch­lein namens Duden fließt durch ihren Ort und ver­sorgt sie mit den nöti­gen Regelialien. Es ist ein paradies­ma­tis­ches Land, in dem einem gebratene Satzteile in den Mund fliegen. Nicht ein­mal von der allmächti­gen Inter­punk­tion wer­den die Blind­texte beherrscht – ein ger­adezu unorthographis­ches Leben. Eines Tages aber beschloß eine kleine Zeile Blind­text, ihr Name war Lorem Ipsum, hin­aus zu gehen in die weite Gram­matik. Der große Oxmox riet ihr davon ab, da es dort wim­mele von bösen Kom­ma­ta, wilden Frageze­ichen und hin­ter­hälti­gen Semi­koli, doch das Blind­textchen ließ sich nicht beir­ren. Es pack­te seine sieben Ver­salien, schob sich sein Ini­tial in den Gür­tel und machte sich auf den Weg. Als es die ersten Hügel des Kur­sivge­birges erk­lom­men hat­te, warf es einen let­zten Blick zurück auf die Sky­line sein­er Heimat­stadt Buch­stab­hausen, die Head­line von Alpha­bet­dorf und die Sub­line sein­er eige­nen Straße, der Zeilen­gasse. Wehmütig lief ihm eine rhetorische Frage über die Wange, dann set­zte es seinen Weg fort. Unter­wegs traf es eine Copy. Die Copy warnte das Blind­textchen, da, wo sie herkäme wäre sie